Das Förderprogramm für unbegleitete junge Flüchtlinge

Die Roland Berger Stiftung hat ein bildungsfokussiertes Förderprogramm für junge Flüchtlinge entwickelt, das die Heterogenität ihrer Bildungsbiographien sowie die kulturelle Vielfalt berücksichtigt. Basierend auf vier Säulen werden die jungen Flüchtlinge entsprechend ihrer Begabungen und Bedürfnisse unterstützt.

1. Bildungsförderung

Die unbegleiteten Minderjährigen haben bei ihrer Aufnahme wie auch im Verlauf des Förderprogramms der Roland Berger Stiftung je nach soziokultureller Herkunft, Talent, Wissen, Können und persönlicher Erfahrung unterschiedliche Förderbedarfe. Daher wird für jeden Jugendlichen – in Anlehnung an das Deutsche Schülerstipendium – ein individueller Förderplan erarbeitet, der Erziehung und Schulunterricht ergänzt. Die Lernbereiche bilden ab, was für ein eigenverantwortliches Leben und beruflichen Erfolg in unserer Gesellschaft grundlegend ist:

Das Bildungsprogramm sieht auch die Teilnahme an Seminaren, Workshops und Ferienakademien zu den verschiedenen Lernbereichen mit den Stipendiaten des Deutschen Schülerstipendiums vor. 

2. Einsatz von Kulturvermittlern

Die Stiftung setzt eigens Kulturvermittler ein, die die jungen Flüchtlinge in die Sitten und Gebräuche der deutschen Gesellschaft einführen und eine Brücke zu ihren Kulturen bauen. Jede Woche erhalten die Flüchtlinge interkulturellen Unterricht, um eine gelingende Integration in unsere Gesellschaft zu ermöglichen, denn das Erlernen der deutschen Sprache allein reicht dafür nicht aus.

3. Begleitung durch ehrenamtliche Mentoren

Das ehrenamtliche Mentorat ist ein zentrales Element im Deutschen Schülerstipendium. Im Förderprogramm für unbegleitete Minderjährige ist die Rolle des Mentors von noch größerer Bedeutung, da hier die Eltern als Vorbild bzw. Ansprechperson fehlen.

Jeder jugendliche Flüchtling im Programm wird auf seinem Weg zusätzlich nach einer ersten Eingewöhnungszeit in Deutschland von einem ehrenamtlichen Mentor begleitet. Der Mentor ist für die Jugendlichen Vertrauensperson und Mittler zwischen Schule, gesetzlichem Vormund, Betreuungspersonal und Programmleitung. Er wirkt auch an den Förderplangesprächen mit und macht die Betreuer auf seine Beobachtungen und Erfahrungen aufmerksam.     

4. Vermittlung in den Arbeitsmarkt

Durch die Kooperation mit Unternehmen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen erhalten die jungen Flüchtlinge Einblicke in die deutsche Arbeitswelt. Durch regelmäßige Praktika in den Ferien können sie Erfahrungen sammeln, unterschiedliche Ausbildungsberufe kennenlernen und ihren Einstieg in die Arbeitswelt gestalten. Bei der Wahl ihres Ausbildungsplatzes werden sie intensiv beraten und begleitet.